SFB/TR 22 - Die allergische Immunantwort der Lunge

Instrumente zur Förderung der wissenschaftlichen Kooperation

Im SFB/TR22 werden Instrumente des modernen Wissensmanagements implementiert. Damit geht das Konsortium neue Wege in der Kooperation, Vernetzung und Interdisziplinarität.

Wissenschaftsmanagement basiert auf den Prinzipien des Projektmanagement. Ein Vier-Phasen Ablauf soll eine ständige Standortbestimmung des Projekts garantieren und Revision des laufenden Forschungsprozesses ermöglichen.

Im Sinne des klassischen Projektmanagements nach Donabedian lassen sich die Kernfunktionen wie folgt darstellen:


 
Drei wesentliche Instrumente sollen den daraus zu erwartenden Forschungsmehrwert garantieren:

  1. Wissenschaftliche Koordination des SFB/TR22
  2. Nutzung neuer Web-basierter Kommunikationsmöglichkeiten
  3. Mentoren- und Schulungs- Gastwissenschaftlerprogramme innerhalb der Partnerschaft

1.Wissenschaftliche Koordination des SFB/TR22 und Projektmanagement

Mit der Einrichtung einer wissenschaftlichen Koordination am Standort Marburg aus Mitteln der Philipps-Universität zu Marburg wurde eine Stabsstelle des Vorstands geschaffen, die die Forschungsaktivitäten des Konsortiums mit Methoden des modernen Projektmanagements koordinieren soll. Die transregionale Konstruktion des SFB/TR22 mit thematischen Schwerpunkten an den drei Standorten erfordert eine Zusammenführung der Aktivitäten unter Federführung des wissenschaftlichen Koordinators. Aus der Zusammenschau von Aktivitäten und Ergebnissen werden neue Standort übergreifende Projekte durch die Koordinationsstelle initiiert und dokumentiert.   

Die vier Phasen des Projektmanagements sind im Arbeitsplan der Gesamtkoordination umgesetzt worden und sollen im Austausch mit den Teilprojektleitern und ihren Arbeitsschritten harmonisiert werden.

Es hat sich bei der Vorbereitung des SFB/TR gezeigt, dass der systematischen Kommunikation und Interaktion zwischen den Standorten, aber auch insbesondere zwischen den Teilprojekten eine zentrale Bedeutung zukommt. Dies setzt eine enge Kommunikation mit jedem einzelnen Teilprojekt voraus, es müssen die jeweiligen wissenschaftlichen Projektfortschritte, neuen Erkenntnisse und Durchbrüche gesichtet, bewertet und den anderen SFB-Teilnehmern zugänglich gemacht werden. Der wissenschaftliche Koordinator muss also über ein breites wissenschaftliches Verständnis der im SFB/TR bearbeiteten Themen- und Forschungsfelder verfügen. Ferner ist die Kommunikation zwischen Teilprojekten und Standorte mit einem großen Bedarf an Einfühlungsvermögen und Geschick verbunden, um diese in konzertierter Aktion zu einer auf die Ziele des SFB/TR fokussierten Zusammenarbeit zu führen. Ebenso ist eine ausgewogene Präsenz an allen Standorten des SFB erforderlich, die durch die Arbeit der Koordinationsstelle garantiert werden soll.

In enger Zusammenarbeit mit dem Vorstand und den Teilprojektleitern laufen Administration, Organisation und Dokumentation in der Koordinationsstelle an der Universität Marburg zusammen.  

Im Monitoringprozess arbeitet die Koordinatorin eng mit den Teilprojektleitern zusammen und dokumentiert abgeschlossene Teilprozesse für den Vorstand und die gesamte Partnerschaft.

In regelmäßigen Standort- und SFB-Retreats werden die Forschungsergebnisse vorgestellt und diskutiert. Ausgehend von diesen der Reflexion dienenden Treffen, die von der Koordinationsstelle geplant, implementiert, dokumentiert und evaluiert werden, sollen Impulse für die weitere Zusammenarbeit ausgehen, Ideen für weiterführende Teilprojekte entwickelt und Visionen für die anschließende Phasen der transregionalen Zusammenarbeit projeziert werden.

Im Einzelnen sind sechs Aufgabenbereiche der Koordination zu nennen:

  • Vernetzung der Partner und Corporate Identity
  • Zielvereinbarungen und Meilensteine
  • Projektkoordination- und Begleitung
  • Evaluation, Ergebnis- und Qualitätsmanagement
  • Moderation und  Präsentation, Organisation von Workshops und eines                 Symposiums
  • Öffentlichkeitsarbeit und Außenkontakt


2. Nutzung neuer Web-Basierter Kommunikationsmöglichkeiten

Web-basierte Kommunikationsinstrumente stellen eine neue Möglichkeit der Kommunikation und Dokumentation in Netzwerken dar. Im SFB/TR22 wurden zwei zentrale Kommunikationsplattformen implementiert:

  • Ein virtueller Arbeitsraum, der mit Dokumentations- und Datentransferbereich, Rundmail, Newsgroup und Chat vielfältigen Austausch unter den Partnern ermöglicht und

  • Eine Autorenplattform, mit der es in Zukunft möglich sein wird, online Standort übergreifende Veröffentlichungen zu verfassen.

Durch die Einrichtung einer virtuellen web-basierten Kommunikationsplattform wird der Austausch von Daten beschleunigt und die Dokumentation von Daten und Ergebnissen konzentriert allen Partnern zugänglich gemacht. Dieser von der Koordinationsstelle eingerichtete Virtuelle Arbeitsraum soll die Organisation und Administration erleichtern und transparent gestalten. Das SFB/TR Sekretariat unterstützt die Koordination in Aufgaben der Organisation und Administration.

Die Aufgabenverteilung in den Gremien des SFB/TR22 verdeutlicht die folgende Graphik: