Behandlungsmethoden bei Asthma bronchiale

Asthma bronchiale ist eine allergische Atemwegserkrankung, die zu lebensbedrohlichen Erscheinungen führen kann. Charakteristisch sind die Asthmaanfälle, die jedoch mit dem Inhalator schnell beendet werden können. In der anfallsfreien Zeit verläuft die Erkrankung ohne jegliche Anzeichen. Da Asthmaanfälle jedoch sehr gefährlich sein können, ist die richtige medikamentöse Behandlung auch in leichten Fällen der Erkrankung wichtig und sorgt dafür, dass es nicht doch einmal zu einer riskanten Situation kommt.

Soforthilfe beim Anfall

Ein asthmatischer Anfall ist dadurch gekennzeichnet, dass sich die Atemwege verengen, was schlimmstenfalls zum Atemstillstand führen kann. Von alleine würde sich die Verengung nur sehr langsam wieder lösen, was für den Patienten unangenehm wäre und bleibende Schäden hinterlassen könnte. Beim Asthmaanfall kommt der Inhalator ins Spiel, der ein sogenanntes β2-Sympathomimetikum enthält. Das Medikament löst die Verengung sehr schnell wieder auf und der Patient kann normal weiteratmen. Vor allem bei schwerem Asthma kann es zu genauso schweren, komplizierten Atemstörungen kommen und der Patient wird schlimmstenfalls sogar bewusstlos. In einer solchen Situation sind die Mitmenschen gefragt und müssen einen Notarzt rufen. Der Notarzt wird eine Sauerstoffmaske oder Sonde anlegen, um den Körper weiterhin mit Sauerstoff zu versorgen; außerdem wird er ein hochwirksames Mittel verabreichen, das die Verengung der Atemwege löst. Je nach Zustand des Patienten wird er ins Krankenhaus eingewiesen und einer weiteren medikamentösen Behandlung unterzogen, die beispielsweise entzündungshemmend wirkt und den Zustand allgemein bessert.

Die Dauermedikation

Asthma wird in insgesamt vier Schweregrade eingeteilt. Diese richten sich danach, wie oft es zu Anfällen kommt und wie sehr die normale Atemtätigkeit bereits unter der Erkrankung gelitten hat. Leichtes Asthma braucht keine Dauermedikation. Die mittelschweren Stufen profitieren von der Inhalation von Glukokortikoiden oder Mastzellstabilisatoren. Je nach Patient muss die Dosis dieser Medikamente angepasst werden, damit es so selten wie möglich oder bestenfalls gar nicht mehr zu akuten Asthmaanfällen kommt. Bei schwerem Asthma werden die bisherigen Medikamente in hoher Dosis weiter verabreicht und der Patient muss ständig den Inhalator zur Soforthilfe bei sich tragen. Bei schwerem Asthma besteht neben zusätzlichen Glukokortikoiden die Möglichkeit, einen IgE-Antikörper zu verabreichen. Der natürlich vorkommende Antikörper IgE ist für allergische Reaktionen wie Asthma verantwortlich und kann in seiner Wirkung eingedämmt werden, um die Erscheinungsformen schweren Asthmas unter Kontrolle zu bekommen.

Die psychische Komponente

Asthma entsteht zwar als Überreaktion des Immunsystems auf verschiedene Reize, kann aber auch eine psychische Komponente haben. Eine Psychotherapie kann dabei helfen, einer solchen Ursache auf den Grund zu gehen und herauszufinden, ob das wahrscheinlich ist. Heilen kann sie Asthma zwar nicht, doch sie kann langfristig zu einer Besserung der Symptome führen.

Umstellung der Lebensweise

Wenn die medikamentöse Behandlung korrekt durchgeführt und richtig eingestellt wurde, kann der Asthmapatient die Behandlung in die eigene Hand nehmen und darauf achten, ein gesundes Leben zu führen. Asthmapatienten sollten sich beispielsweise das Rauchen abgewöhnen. Es kommt bereits wenige Wochen nach der letzten Zigarette zu einer kleinen Besserung der Symptome. Bei übergewichtigen Patienten hat Intermittierendes Fasten gute Resultate gebracht. Es handelt sich dabei um eine Form der Diät, bei der man abwechselnd isst und fastet. Dadurch nimmt man nicht nur langfristig ab, was allgemein besser für die Gesundheit ist, sondern bessert auch den Zustand der asthmatischen Erkrankung. In der ganzheitlichen Medizin wird Asthmapatienten empfohlen, auf Nahrungsmittel zu verzichten, die allergische Reaktionen auslösen könnten. Vollwertkost wird bevorzugt, während Zusatzstoffe oder sogar einige völlig natürliche Bestandteile nicht empfohlen werden, da sie zu oft allergische Reaktionen hervorrufen.