Lungenkrebs – Diagnose und Behandlung

Lungenkrebs ist eine der gefährlichsten, bedrohlichsten Erkrankungen, die die Lunge betreffen können. Gleichzeitig gehört er zu den häufigsten bösartigen Krebsarten des Menschen und entsteht heutzutage fast ausschließlich durch Zigarettenrauch oder exzessives Passivrauchen. Die Heilungsrate ist sehr schlecht, was allerdings auch daran liegt, dass Lungenkrebs meist nur spät erkannt wird.

Lungenkrebs erkennen

Die ersten Symptome treten meist dann auf, wenn es bereits zu spät für eine erfolgreiche Heilung ist. Zu diesen Anzeichen gehören der charakteristische Bluthusten, bleibende Schmerzen im Brustkorb und Schwierigkeiten mit der Atmung. Raucher entwickeln zumindest einige dieser Symptome durch den langjährigen Genuss der Zigarette, sodass sie nicht bemerken würden, wenn sie Lungenkrebs in einem frühen Stadium hätten. Am besten wäre natürlich eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung, wenn solche Symptome auftreten – auch, wenn man sich anfangs noch recht sicher sein kann, dass sie durch den Zigarettenrauch entstehen. Zu den selteneren Symptomen gehören Heiserkeit, Lähmungen der Atemmuskulatur oder Ausfälle des Nervensystems. Diese entstehen ebenfalls erst ab einer gewissen Größe des Tumors und deuten darauf hin, dass er bereits Metastasen gebildet haben könnte und die Prognose entsprechend schlecht steht.

Die Diagnosenstellung

Die Diagnose besteht daraus, den Tumor zu erkennen und herauszufinden, wie seine Zellen aufgebaut sind, also um welche Art von Tumor es sich handelt. Weiterhin muss das Stadium abgeklärt werden und der Patient wird auf Metastasen untersucht. Zunächst werden Bilder angefertigt, wozu CT, MRT und Ultraschalltechnologie in Frage kommen. Der Lungenkrebs wird ausgekundschaftet und der restliche Körper wird nach charakteristischen Metastasen abgesucht. Anschließend erfolgt eine Bronchoskopie sowie eine Untersuchung der weiteren Metastasen, um den Gewebstyp zu bestimmen und die Erkrankung in ein Stadium einzuordnen.

Die operative Behandlung

Bestenfalls besteht die Möglichkeit einer operativen Behandlung. Krebs kann nur dann geheilt werden, wenn er operabel ist. Bei dem Eingriff wird versucht, den Tumor und seine Metastasen so weitreichend wie möglich zu entfernen und so wenige Gewebsreste wie umsetzbar im gesunden Gewebe zu hinterlassen. Es kann bei der OP allerdings passieren, dass eine größere Ausbreitung des Tumors festgestellt wird, als man anhand der Bilder erahnen konnte. Dieses Risiko besteht bei spät erkanntem Krebs immer. Möglicherweise besteht noch die Option, den betroffenen Lungenflügel komplett zu entfernen.

Die medikamentöse Behandlung

Im Anschluss an die operative Entfernung wird eine Chemotherapie eingeleitet. Je nach Art der Erkrankung kann eine begleitende Bestrahlung ebenfalls sinnvoll sein. Da Lungenkrebs in den meisten Fällen zu spät erkannt wird, dient die medikamentöse Behandlung Palliativen Zwecken und soll lediglich das Leben des Patienten etwas verlängern. Die Bestrahlung hingegen ist prophylaktisch gedacht und soll beispielsweise das Gehirn vor Metastasen schützen sowie die Rückbildung der Tumorzellen in der Lunge unterstützen.

Prognose bei Lungenkrebs

Leider sehen Prognosen in Fällen von Lungenkrebs auch heute noch sehr schlecht aus. Meist werden sie im fortgeschrittenen Stadium entdeckt und haben dann bereits gefährlich weit gestreut oder sind davon unabhängig inoperabel. Auch die Früherkennung ist schwer, da die noch kleinen Karzinome gerne übersehen und für gesundes Gewebe gehalten werden. Die Überlebenschance hängt jedoch wie bei allen anderen Krebserkrankungen vom Einzelfall und von vielen weiteren Faktoren ab. Es kommt beispielsweise auf den Allgemeinzustand des Patienten an, auf seine gesundheitliche Vorgeschichte sowie auf die individuelle Form, Art und Ausbreitung der Lungenkrebserkrankung. Schlimmstenfalls hat man bei Diagnosenstellung nur noch wenige Monate zu leben; bestenfalls kann man den Tod um mehrere Jahre hinauszögern und in dieser Zeit ein relativ normales Leben führen, wenn man sich palliativ behandeln lässt und sich keine zu dramatischen Nebenwirkungen zeigen.