Was tun bei einer Lungenentzündung?

Die Lungenentzündung entsteht meist aus einer harmlosen Erkältung heraus. Bakterien und Viren können sich im ganzen Körper ausbreiten und sind nur dann ungefährlich, wenn sie die oberen Atemwege betreffen. Wenn sie anfangen, sich in den Organen zu vermehren, entzünden sich diese und es kommt im Fall der Lunge zu einer Lungenentzündung. Bekannt ist diese auch als Bronchitis. Bis sie ausgeheilt ist, ist Schonung angesagt, damit sie sich vollständig wieder erholen kann.

Anzeichen einer Lungenentzündung

Lungenentzündungen beginnen meist plötzlich und die Symptome treten schnell in Erscheinung. Das Atmen fällt schwer und steigert sich bis hin zur Atemnot, der Patient leidet unter hohem Fieber mit Schüttelfrost, die Brust und die Glieder sowie der Kopf schmerzen und er hat eitrigen Auswurf. Im Röntgenbild würde sich möglicherweise ein Pleuraerguss zeigen, also ein Austritt von Flüssigkeit in Bereiche der Lunge, in die sie beim gesunden Menschen nicht gelangen. Auffällig ist auch der feuchte Husten, bei dem Auswurf mitkommen kann. In einigen Fällen beginnt die Lungenentzündung eher schleichend und langsam, aber mit den gleichen Symptomen.

Komplikationen

Durch die erschwerte Atmung kann es zu Schlafstörungen und stark verminderter Leistungsfähigkeit im Alltag kommen. Insbesondere bei Kindern kann dies sogar zur Zyanose führen, also zur dauerhaften Unterversorgung des ganzen Körpers mit Sauerstoff. Schlimmstenfalls wird die Lungenentzündung zu spät behandelt und es bleiben dauerhafte Schäden in Form von verringerter Lungenkapazität zurück.

Arztbesuch bei Lungenentzündung?

Die meisten Patienten können sehr genau selbst abschätzen, dass sie sich eine Lungenentzündung eingefangen haben. Vielleicht waren sie vorher leicht erkältet oder die Symptome setzten schnell und eindeutig ohne vorherige Erkältung ein. Ein Arztbesuch ist in jedem Fall erforderlich, sowohl bei betroffenen Kindern als auch beim Erwachsenen. Der Arzt wird den Patienten mit dem Stethoskop untersuchen und notfalls eine Röntgenaufnahme der Lunge anfertigen, um weiteren Behandlungsbedarf abzuklären. Anschließend wird eine Blutprobe zur Bestimmung des Erregers entnommen und der Patient erhält das passende Medikament. In den meisten Fällen handelt es sich beim Erreger um Bakterien, die durch Antibiotika abgetötet werden; seltener sind Viren oder Pilze für die Lungenentzündung verantwortlich. In schweren Fällen der Lungenentzündung wird der Verdacht auf Pneumonie abgeklärt, da diese noch bedrohlicher sein könnte.

Die symptomatische Behandlung

Um das Fieber zu senken, das neben den Atemstörungen sicherlich das unangenehmste Symptom der Lungenentzündung ist, werden zusätzlich fiebersenkende Medikamente gegeben. Der Patient kann sich selbst nach Bedarf mit Paracetamol, ACC oder auch mit bewährten Hausmitteln behandeln, sofern es sich nicht um gefährlich hohes Fieber handelt. Darauf sollte man achten und sich gegebenenfalls an den Arzt wenden. Außerdem kann man schleimlösende Mittel nehmen, die die Atmung verbessern und die Atemwege befreien. Reizhusten kann ebenfalls behandelt und abgestellt werden, wenn er unproduktiv ist und kein Auswurf mehr mitkommt. Der Patient selbst sollte sich in der ersten Zeit möglichst schonen und keine körperlich anstrengende Tätigkeit verrichten. Sportler haben eine Trainingspause einzuhalten, deren Ende sie mit dem behandelnden Arzt absprechen müssen. Behutsam sollte man auch mit dem Stress in dieser Zeit umgehen. Wichtig ist es auch, genug zu trinken, da der Körper durch die Lungenentzündung selbst sowie durch das Fieber doppelt belastet wird. Der Flüssigkeitshaushalt muss stimmen, andernfalls leidet die Genesung darunter und man bekommt Kopfschmerzen durch die Dehydration. Gegebenenfalls kann eine Atemtherapie angebracht sein, die jeder Patient individuell mit dem behandelnden Arzt absprechen sollte.